Über Fair Trade Islam

Dieses Projekt startete als ein Zusammenschluss von Darmstädter Musliminnen und Muslimen, dem Weltladen Darmstadt und dem hessischen Eine Welt-PromotorInnen-Programm, die 2015 zu Treffen in einer Reihe von interreligiösen Veranstaltungen einluden.

Es ging dabei um die Vermittlung von Fairem Handel(n), von dem viele Musliminnen und Muslime in ihren Herkunftsländern (Marokko, Tunesien, Ägypten, Palästina, Indonesien, Indien, Pakistan) profitieren. Die hier lebenden Muslime sind durch ihre Religion zum fairen Handel verpflichtet und können durch ihre hiesigen Einkäufe benachteiligte Produzent*innen in ihren Herkunftsländern unterstützen. Leider spiegelt das die tatsächliche Praxis nicht, so sind Muslime weltweit häufig in wenig nachhaltigen Wirtschaftskreisläufen, kaufen Produkte von Konzernen die direkt zu Ausbeutung in ihren eigenen Herkunftsländern führen und unterhalten mit Geldsendungen zurück in die Länder des globalen Südens ihre Familien.

Zu Beginn stand der Wunsch nach Gerechtigkeit.

Wäre es nicht besser, wenn die Wirtschaften weltweit so blühen könnten, dass alle Menschen in allen Ländern ein gutes Auskommen haben können, mit intakter Umwelt, nachhaltigen Wirtschaftsmethoden und Geldströmen, die nicht nach oben abwandern, sondern sich in der Breite verteilen? Sicher würde das Landflucht in Ländern des globalen Südens vermindern, Stadtflucht in Ländern des globalen Nordens verringern, nationale und Internationale Kriege und internationale Flucht reduzieren, und die Zufriedenheit weltweit vergrößern und den Wohlstand von wenigen Menschen auf viele Menschen zurück verteilen.

Auch für die Weltläden sind Kooperationen mit muslimischen Gemeinden eine große Chance. Sie arbeiten schon jetzt mit Kirchengemeinden zusammen. Es wäre wünschenswert, dass in Zukunft auch in Moscheen fair gehandelte Waren erhältlich sind oder Moscheegemeinden diese in ihrer Beschaffungspraxis berücksichtigen. Außerdem sind aktive Muslim*innen eine neue Zielgruppe für Weltläden auf der Suche nach engagierten Mitarbeitenden.

Siehe auch die Vorläuferveranstaltungen:

Fairtrade und Religionen Hand in Hand

Christentum & Islam – Gemeinsam unterwegs zu Fairem Handel(n)

Seit 2015 geschah vieles, zum Einen ist der Initiator Bilal e.V. nicht mehr Träger dieser Webseite, Bilal e.V. hat momentan (2018) zum Beispiel das MoscheebauM Projekt initiiert und hat andere Aufgabengebiete, zum Anderen ist "fair-trade-islam" auch erweitert worden um Projekte, die nicht vom Bilal e.V. ausgingen, sondern auch von anderen Vereinen, vor allem als Informationsquelle für Muslime in Deutschland dienen soll, die sich für gerechten Handel interessieren.

Es wird deshalb nach Sponsoren und Freiwilligen gesucht, die Fair Trade Islam nun weiterführen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist mentalitea der Träger dieser Webseite, Spenden können direkt an diese Organisation übermittelt werden. (Noch kein e.V., keine steuerbegünstigte Spende möglich)

 

 

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