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Oktober 19, 2015

Faire IT

Vom grünen Server bis zum FairPhone

Unser IT-Konsum verbraucht viel Energie, wahrscheinlich etwa 60% der elektrischen Energie in Privathaushalten werden für intelligente Technologien verwendet, (siehe auch: http://www.swr.de/natuerlich/stromfresser-internet-wie-viel-energie-brau..., https://www.bdew.de/internet.nsf/id/76A71AB150313BB7C1257E26002AE5EB/$file/150306-BDEW-Energieinfo%20Entwicklung%20Stromverbrauch_final.pdf, http://www.digitale-technologien.de/DT/Navigation/DE/Service/Abgelaufene...)

Aber was wir oft auch verdrängen ist die Frage des fairen Handels in der Technologie. Seiten wie: http://goodelectronics.org/ oder http://www.makeitfair.org/ informieren über den Missbrauch der Arbeitskräfte bei der Produktion von Elektronischen Geräten. Seiten wie http://germanwatch.org/de/startseite berichten über allerlei Das Projekt FairPhone (https://www.fairphone.com/) möchte hier eine Alternative Handlungsmöglichkeit bieten. Insbesondere gibt es Kritik an der Methode wie seltene Erden (und deshalb teure Rohstoffe) gewonnen werden, nicht nur in Bezug auf die Umweltzerstörung, die damit einhergeht, aber auch die Ausbeutung von Arbeitern im Prozess.

Aber auch die Entsorgung der alten Geräte  bietet etliches an Kritik, Geräte gehen schnell kaputt, werden schnell "alt" und verlieren den Wert, aufgrund der Weiterentwicklung von Software werden neue Technologien nötig, höherer Verbrauch von Daten führt zum Ausbau von Netzen zu LTE, welches auch wiederrum die nötigen Endgeräte erfordert. Alte Gerät landen oft im Müll und wertvolle Mineralien gehen verloren. Andererseits erreicht der Müll dann Länder in denen Menschen unter keinen Sicherheitsvorkehrungen mit einfachen Methoden diese Rohstoffe zurückgewinnen, unter dem Einsatz ihrer Gesundheit. (auch hier kann Fairphone punkten, siehe http://shop.fairphone.com/catalog/category/view/id/11, denn hier werden Ersatzteile angeboten, die die Lebensdauer erheblich verlängern können und häufig einfach selbst eingebaut werden können, Anleitungen sind frei verfügbar siehe: https://fairphone.zendesk.com/hc/en-us/articles/205350915-I-m-not-very-t...) Aber auch Die phablets aus der Shift Serie (übrigens aus Hessen) dienen dem Zweck des längeren Use-Cycles, also der längeren Nutzbarkeit, durch einfacheres reparieren. Einen Überklick über die Alternativen kann man hier finden: http://www.e-book-news.de/ara-firefox-phone-jolla-faire-mobilgeraete-im-...

Allerdings ist das leider nicht alles von den Tech-Redakteuren angenommen, hier wird kein Punkt für Nachhaltigkeit vergeben, zum Beispiel bei http://www.chip.de/artikel/Fairphone-First_Edition-Handy-Test_66590254.html das FairPhone mit einem in technischer Ausstattung gleichwertigen Motorola Telefon verglichen, hier ist jedoch keine Rede von austauschbarem Akku, Gehäuse, Glas, ... fällt das Motorola also auf das Gesicht kann es sein, dass man es selbst schafft das Glas zu erneuern, ansonsten ist man etwa 99 EUR los für die professionelle Reparatur, da wird man sich wahrscheinlich dann doch gleich ein neues Telefon kaufen... Beim Fairphone schafft man die Reparatur in jedem Fall alleine, bei der ersten Version allerdings leider nur als Gesamteinheit von Glas und Touchscreen. Dies soll im neuen Fairphone 2 besser sein, hier gehen jedoch die meisten Hersteller in die andere Richtung, zum Beispiel ist ein HTC One von mir zum Profi - Reparateur gebracht worden, aber danach ging leider der Ton nicht mehr richtig und nach wenigen Wochen konnte ich auch nicht mehr laden, weil etwas innen gebrochen war. Dies ist schon beim FairPhone 1 besser und soll in der neuen Serie noch besser werden. (ich werde es mir aber nicht kaufen ;-) die erste Version geht noch gut). 

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